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Die Testregionen zum bevorstehenden Online-Rollout stehen fest !!
Testregionen

PRAXISNÄHE DURCH TESTREGIONEN

Beim Aufbau der Telematikinfrastruktur und der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte kommen von vornherein nur die höchsten Sicherheitsstandards zum Einsatz. Weiterhin wird größter Wert auf Praxistauglichkeit, Datenschutz, Interoperabilität, Kompatibilität und Stabilität gelegt. Um diese Faktoren in einem kontrollierten Verfahren innerhalb eines realen Umfelds zu erproben, existieren die Testregionen der gematik.

SICHER UND PRAKTIKABEL DURCH MEHRSTUFIGE TESTS

Bis die Erprobung der Telematikinfrastruktur in den Testregionen erfolgen kann, wird ein komplexer Testprozess durchlaufen. Im ersten Schritt werden sämtliche Komponenten der Telematikinfrastruktur in mehrstufigen Labortests auf die Erfüllung der vorgegebenen Spezifikationen geprüft. Danach erfolgt die zweite Qualitätssicherungsstufe – das Durchlaufen der Zulassungstests für die Erprobung. In diesen beiden Teststufen werden ausschließlich Testdaten verwendet. Nur Komponenten, die hier ihre Funktionalität, Praxistauglichkeit und die vorgeschriebenen Sicherheitseigenschaften nachgewiesen haben, dürfen im realen Umfeld erprobt werden. Dieser dritte Schritt – die Erprobung der Komponenten in der Praxis mit Echtdaten – geht nach erfolgreichem Abschluss dieser zwei Testphasen in den Testregionen vonstatten.

ZWEI REGIONEN – FÜNF BUNDESLÄNDER

Für den sogenannten Online-Rollout (Stufe 1) – sprich: die Aktualisierung der Versichertenstammdaten und die Basisfunktionalität qualifizierte elektronische Signatur (QES) – sind zwei große Testregionen vorgesehen: Testregion Nordwest und Testregion Südost.

Während die Testregion Nordwest die Bundesländer Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz umfasst, setzt sich die Testregion Südost aus den Bundesländern Sachsen und Bayern zusammen. An der Erprobung werden pro Region mindestens 500 Heilberufler (Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten) sowie fünf Krankenhäuser, darunter eine Universitätsklinik, teilnehmen.

UNTERSTÜTZUNG VOR ORT DURCH ARGEN UND PROJEKTBÜROS

Jedes der fünf an der Erprobung teilnehmenden Bundesländer stellt eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE), welche sich aus Vertretern der Krankenkassen, den regionalen Organisationen der Leistungserbringer (Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und Apotheker) und aus Vertretern des jeweiligen Landes zusammensetzt. Die operative Arbeit wird von den Projektbüros der ARGEn umgesetzt. Projektbüros und gematik arbeiten eng zusammen und sichern so gemeinsam die regionale Nähe zu der bevorstehenden Erprobung des Online Rollouts. Der aktive Kommunikationsfluss zwischen allen Akteuren, auch auf regionaler Ebene, trägt maßgeblich dazu bei, die Praxisnähe des Projekts sicher zu stellen.

Aktuelle, regionale Informationen zum derzeitgen Stand erhalten Sie auf den nachfolgend aufgeführten Internetseiten der jeweiligen Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) und vor Ort:

Arbeitsgemeinschaften der Testregion Nordwest

Nordrhein-Westfalen - ARGE eGK/HBA-NRW
Rheinland-Pfalz - ARGE eGK/HBA RLP
Schleswig-Holstein - ARGE eGK.SH

Arbeitsgemeinschaften der Testregion Südost

Bayern – Baymatik e.V.
Sachsen - ARGE SaxMediCard

Sozialgericht weist Klage gegen eGK ab
Düsseldorf - Versicherte können sich nicht von der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) befreien lassen. Das entschied heute das Sozialgericht Düsseldorf in einem Pilotverfahren und wies die Klage eines 32-jährigen bei der Bergischen Krankenkasse Versicherten aus Wuppertal ab, der datenschutzrechtliche Bedenken gegen die eGK erhoben hatte. Die eGK beeinträchtige nicht das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, entschieden die Richter.

Neben den schon heute gespeicherten Daten wie Name, Anschrift und Gültigkeitsdauer sollen auf der künftigen eGK auch vertrauliche personenbezogene, den Gesundheitszustand betreffende Angaben hinterlegt werden können – auf freiwilliger Basis. Zu diesen Daten gehören Angaben zur Versorgung im Notfall, ein elektronischer Arztbrief oder Angaben zur Medikamenteneinnahme. Dagegen wehrte sich der Kläger, der derzeit noch über eine bis zum Ende des Jahres gültige Krankenversicherungskarte verfügt.

Die Richter des Düsseldorfer Sozialgerichts wiesen die Klage jedoch ab, weil der Kläger gegen die beklagte Krankenkasse keinen Anspruch auf Befreiung von der eGK habe. In der mündlichen Urteilsbegründung führte die Vorsitzende aus, eine Befreiung von der Pflicht zur eGK sei gesetzlich nicht vorgesehen. Dies sei auch verfassungsrechtlich unbedenklich, denn der Versicherte bestimme hinsichtlich der neuen Informationen selbst darüber, welche auf der eGK gespeichert würden. Im Übrigen weise die eGK nur nach, dass der Kläger in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sei.

Abschließend verwies die Vorsitzende jedoch ausdrücklich darauf, dass Aufgabe des Gerichts nicht die umfassende Prüfung der Rechtmäßigkeit der Einführung der eGK sei, sondern lediglich die konkrete Beschwer des Klägers. Daher gebe es keine Veranlassung, näher auf die allgemeinen datenschutzrechtlichen Bedenken der künftigen freiwilligen Speichermöglichkeiten der eGK einzugehen.

Sozialgericht Düsseldorf, Urteil vom 28.06.2012, Az. S 9 KR 111/09 – nicht rechtskräftig

Quelle: DAZ.online
das Internetportal der Deutschen Apotheker Zeitung